„Forza Horizon 4“: Rennspiel mit 4K und HDR angezockt

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Forza Horizon 4
"Forza Horizon 4" legt in nativem 4K los

Am heutigen Tage ist „Forza Horizon 4“ für sowohl Windows als auch die Microsoft Xbox One erschienen. Wir haben uns das Game an der Xbox One X in 4K mit HDR einmal angeschaut. Technik, die begeistert, muss man hier dann wohl sagen.


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Microsoft prahlte zur E3 2018 im Juni reichlich mit dem neuen Open-World-Rennspiel „Forza Horizon 4“. Das ist wenig verwunderlich, zählt das Franchise „Forza“, bestehend aus „Forza Motorsport“ und „Forza Horizon“, doch zu den zugkräftigsten Exklusivtiteln aus Redmond. Während „Forza Motorsport“ aber durch und durch eine klassische Rennsimulation darstellt, wagt man mit „Forza Horizon“ und den offenen Spielwelten mehr Experimente.

Das gilt auch für den vierten Teil der Reihe, welcher nun Jahreszeiten einführt. Alle sieben Tage wechselt die Jahreszeit dabei automatisch, sobald man sich zu Anfang durch die sogenannten Horizon Showcases geackert hat. Letztere schaltet man frei, in dem man Einflusspunkte sammelt. Die erhält man durch das Abschließen diverser Aufgaben in der Spielwelt. Beispielsweise kann man schlichtweg Einfluss-Schilder umknattern, Straßen- oder Offroad-Rennen fahren oder z. B. Radarfallen mit möglichst hohem Tempo auslösen. Auch Stuntmen-Missionen für eine Filmcrew gilt es zu erledigen.

Forza Horizon 4
„Forza Horizon 4“ überflutet euch mit Fahrzeug-Optionen

Neben Einfluss hagelt es natürlich auch Credits für all die Plackerei und besonders gute Platzierungen in den Rennen. Über die Credits kann man dann etwa neue Fahrzeuge kaufen. Über 450 höchst detaillierte Autos wurden in „Forza Horizon 4“ integriert. Mit dabei sind etliche Marken mit klassischen wie aktuellen Fahrzeugen. Von Opel über Ferrari bis hin zu Audi steht euch eine gewaltige Bandbreite offen.

Tuning bis zum Umfallen

Es kommt hinzu, dass euch nicht nur eine enorme Auswahl an einzelnen Fahrzeugmodellen zur Auswahl bereitsteht, ihr könnt jene auch noch durch Feintuning optimieren. Hier kann man bereits Stunden investieren, wenn man es auf das absolut beste Ergebnis abgesehen hat. Wer von derartigem Mikromanagement eher abgeschreckt ist, kann sich aber auch aus der Community fertige Tuning-Kits herunterladen. So zahlt man zwar noch für die Bauteile die Credits, übernimmt aber von anderen Anwendern die ausgetüftelten Einstellungen – feine Sache!

Abseits der Fahrzeuge an sich könnt ihr jedoch auch die Spielerfahrung sehr feingliederig anpassen. So lassen sich Brems- und Fahrhilfen ein. bzw. ausschalten, anpassen, ob sich Schäden am Wagen nur kosmetisch oder auch auf das Fahrverhalten auswirken und festlegen wie aggressiv die KI vorgehen soll. Etliche Settings sind durch den Spieler optimierbar, so dass jeder für sich die richtige Balance finden kann.

Denn auch wenn Microsoft im Vorfeld stark die „Shared World“ von „Forza Horizon 4“ beworben hat, lässt sich der Titel glücklicherweise optional auch offline als reines Singleplayer-Game zocken. Entscheidet man sich online zu gehen, teilt man die Spielwelt mit anderen Fahrern, darf aber dennoch bei jedem Rennen entscheiden, ob man gegen Menschen antritt oder lieber gegen die KI durchs Feld brettert.

God save the Queen – „Forza Horizon 4“ wagt sich nach Großbritannien

Als Setting haben die Entwickler von Playground Games sich dieses Mal Großbritannien auserkoren. Dabei brettert man durch urbane Umgebungen durch die je nach Jahreszeit mal verschneite, mal welkende und mal blühende Pampa und lauscht dem trockenen britischen Humor der Radio-DJs. Jene haben sogar passend zu den Jahreszeiten und auch zum dynamischen Wetter jeweils angepasste Kommentare auf Lager. Allerdings könnte die Senderauswahl umfangreicher sein, denn wer nicht auf elektronische Musik steht, muss sich mit einem Klassik- und einem Rock-Sender begnügen. Da wiederholen sich die Songs relativ schnell.

Forza Horion 4
„Forza Horion 4“: Offene Spielwelt mit viel Dynamik

Wer knapp vorbeifahrenden Autos ausweicht, Zäune umbrettert oder besonders schnell rast, erhält übrigens ebenfalls Einfluss bzw. Skill-Punkte dafür. Dadurch lassen sich an spezifische Fahrzeuge gekoppelte Boni freischalten. Man wird also dafür belohnt, wenn man seinen Lieblings-Wagen eine Zeit lang treu bleibt. Außerdem kann man auf diese Weise auch Drehs am Glücksrad freischalten. Dort gewinnt man neue Fahrzeige, Credits oder auch neue Emotes und Kleidungsstücke für seinen Fahrer.

Ein wenig öde sind hingegen die Online-Events, welche unter dem Sammelbegriff Forzathon firmieren. Hier hagelt es eher monotone Aufgaben, wie etwa bestimmte Fahrzeugmanöver zu wiederholen oder bestimme Autos freizuspielen und mit ihnen Rennen zu gewinnen. Das erinnert auf unangenehme Weise an Free-to-Play-Games aus dem Mobile-Bereich. Teilzunehmen ist aber eben kein Muss, also kann man jenes verzeihen. Spannender sind da die Multiplayer-Modi wie die unterschiedlichen Ligen, die Flaggenjagd und weitere Optionen. Auch über die Multiplayer-Partien bzw. Ligen lassen sich dann neue Belohnungen freischalten.

„Forza Horizon 4“ integriert in seine recht detailverliebte Spielwelt auch weitere Aufgaben, wie das Abgrasen von Beauty-Spots oder Warnschilder, an denen sich Stunts vollführen lassen. Manchmal kommt man sich hier aber vor, als würde man nur Statistiken abarbeiten, da etwa die Warnschilder stets recht ähnliche Sprünge mit hohem Tempo erfordern. Etwas mehr Abwechslung hätte es da gerne sein dürfen.

„Forza Horizon 4“ bietet 4K, HDR und sogar Dolby Atmos

Grafisch spielt das Spiel wenig überraschend an vorderster Front mit. So läuft das Spiel etwa an der Xbox One X, mit welcher wir „Forza Horizon 4“ getestet haben, wahlweise nativ in 4K mit 30 fps oder aber in 1080p mit 60 fps. Beide Varianten haben natürlich ihre eigenen Vorzüge. Der 4K-Modus bietet die beste Bildqualität, während das Rennspiel natürlich auch von 60 fps deftig profitiert und sich dadurch nochmal eine ganze Ecke besser anfühlt. Jeder sollte hier selbst auswählen, welcher Modus für ihn am besten passt.

Forza Horizon 4
Forza Horizon 4 ist ab dem 2. Oktober für die Xbox One und Windows zu haben

HDR ist so oder so vorhanden, was die unterschiedlichen Jahreszeiten nochmal deutlich aufwertet. So profitiert „Forza Horizon 4“ je nach Jahreszeit von unterschiedlichen Farb- und Lichtstimmungen, die in HDR natürlich nochmals deutlich mehr hermachen. Trotzdem bleibt auch dieser Titel allerdings nicht von kleineren Bugs verschont. Etwa machten wir bei einer unserer Runden einen auf The Flash und bugsierten unser Auto wunderbar mitten in eine eigentlich undurchdringliche Mauer eines Hauses hinein. Wie der Superheld konnten wir uns immerhin durch eifriges Gewackel wieder befreien.

Insgesamt ist aber stark zu merken, dass die Xbox One X hier die Lead-Plattform gewesen ist, was die Entwickler auch bereits bestätigt haben. Keine Angst, auch an der regulären Xbox One bzw. Xbox One S sieht „Forza Horizon 4“ fantastisch aus – dann ausschließlich mit 1080p und 30 fps. Aber das Zocken in 4K ist eben schon ein Augenöffner. Das zeigt sich nicht nur in der Spielwelt, sondern auch an den extrem detaillierten Fahrzeugen. Auch Pop-In ist in der Regel nur bei hohem Tempo und selbst dann eher dezent sichtbar. Man merkt, dass die Entwickler sehr viel Mühe in die Optimierung gesteckt haben.

Fazit

„Forza Horizon 4“ ist so etwas wie der betrunkene Onkel von „Forza Horizon Motorsport 7“: Denn bei dem Open-World-Rennspiel kann man auch mal die Sau rauslassen und im Arcade-Stil durch die Spielwelt knattern, während man Zäune und Mauern einreißt, Stunts vollführt oder andere Spieler von der Straße drängt. Der Fun-Faktor ist definitiv sehr hoch gelagert. So können auch manch monotone Missionen den Spaß kaum trüben.

Technisch spielt „Forza Horizon 4“ ohnehin in der ersten Liga. Langfristig haben aber vor allem diejenigen etwas von dem Titel, die sich auch für die Online-Modi und den Wettstreit mit anderen Gamern interessieren. Dann lohnt vielleicht direkt der Griff zur Ultimate Edition, welche auch zwei Erweiterungen und Bonus-Fahrzeuge enthält. Auf jeden Fall liegt hier einer der bisher besten Exklusivtitel für die Xbox One vor, welcher bei Rennspiel-Fans mit Sicherheit nicht nur für heiße Motoren sorgen wird.

Forza Horizon 4 - Standard Edition - [Xbox One]

Preis: EUR 62,86

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41 Neu & Gebraucht erhältlich ab EUR 55,00

„Forza Horizon 4“: Rennspiel mit 4K und HDR angezockt
5 (100%) 2 Bewertung[en]
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

1 KOMMENTAR

  1. Haben Sie das Spiel wirklich selbst angetreten? Sehr dürftige, oberflächliche Eindrücke von der Technik! Der Artikel ist eher für einen Games-Blog geschrieben. Hier in Ihrem Blog sind Eindrücke von der Technik doch das, was der User erwartet!

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